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Dank der Großzügigkeit der Meraner und des AVS Meran konnten wir auch vom Finanziellen her dieses Unternehmen gut meistern. Vom Bergsteigerischen her waren wir schon erfahren und gut vorbereitet .

Abenteuerlich war die Anreise und der Anmarsch. Mit Flugzeug, Geländefahrzeugen, Eseltreibern und Trägern ging es in den äußersten Nordwesten von Pakistan und hinauf bis auf 4600 m, wo wir unser Basislager aufstellten. Die Träger schickten wir nach Hause. Von jetzt an waren wir für zwei Wochen auf uns alleine gestellt und ohne Verbindung nach außen.

Jetzt begann die mühsame Arbeit vom Aufbau der höheren Lager. Nach zehnstündigem Marsch errichteten wir Lager 1 auf 5270 m. Das Lager 2 stand dann auf 6050 m, wo wir über Nacht von einem Wettersturz mit einen halben Meter Neuschnee überrascht wurden. Wieder Abstieg ins Basislager und dann bei Schönwetter wieder hinauf. Helmut, Markus und ich spurten im tiefen Schnee wieder zum Lager 2 und trugen das Zelt noch bis auf 6470 m hinauf. Am nächsten Tag gings wieder weiter durch den Eisbruch, und große Gletscherspalten zwangen uns zu Umwegen und einige Male auch wieder ein Stück zurück, was uns viel Zeit und Kraft kostete. Nach zehn Stunden waren wir auf 6900 m und konnten den Gipfel sehen. Helmut entschloß sich, einen kürzeren Abstiegsweg für uns zu spuren und unseren Rückweg abzusichern. Markus und ich stiegen weiter. Jetzt spürte man stark die Höhe: einen Schritt, zwei Atemzüge – alle zehn Schritte eine Pause. Nach weiteren zwei Stunden waren wir oben auf dem 7220 m hohen Darban Zoom. Ein einmaliges Erlebnis, auf einem Gipfel zu stehen, auf dem noch nie ein Mensch gestanden hatte.

               

Die Wimpel von Pakistan, von Salzburg und von Meran herausgenommen und das obligate Gipfelfoto gemacht. Ich steckte noch einen kleinen Stein in die Hosentasche und es ging wieder hinab. Weiter unten trafen wir wieder auf Helmut, und bei Mondschein erreichten wir wieder unser kleines Zelt. Am nächsten Tag ging´s dann hinab zum Lager 1 und weiter zum Basislager. Wir nahmen das ganze Material wieder mit, nichts blieb oben am Berg. Dieter und die zwei anderen Salzburger hatten am gleichen Tag wie wir zwei Sechstausender erstbestiegen.

Dieter und Helmut haben dann noch einen 6370 m hohen unbestiegenen Berg bestiegen, den sie Udren / Darban Zoom nannten.

Einige Träger kamen wieder, wir packten alles zusammen und stiegen in die bewohnten Gebiete hinab. Unsere Heimreise verzögerte sich um einige Tage weil mittlerweile ein Krieg zwischen Pakistan und Indien ausgebrochen war.

Kaum zu glauben, daß schon 50 Jahre vergangen sind als wir dieses erfolgreiche Abenteuer im „Wilden Hindukusch“ erlebt haben.

Uli Kössler

 

 

 

 

 

 

 

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